Quittenkonfekt: tiefrot, schnittfest und lange haltbar

Beim langen Kochen wechseln Quitten von blassgelb zu tiefrot und werden zusammen mit Zucker zu festem, fruchtigem Konfekt. Die Würfel schmecken leicht säuerlich, duften nach Quitte und lassen sich gut zum Tee reichen oder in einer Dose aufbewahren. Bei diesem Rezept kommt es auf ein Detail besonders an: Wie viel Zucker du brauchst, richtet sich nach dem Gewicht des fertigen Quittenpürees, nicht nach dem Gewicht der ganzen Früchte. So wird die Masse schnittfest, ohne dass sie unnötig süß gerät. Du lernst, wie du Quitten mit Schale weich garst, das Püree fein streichst und es langsam einkochst, bis ein Löffel eine sichtbare Spur hinterlässt. Danach braucht das Konfekt Zeit zum Trocknen, damit die Stücke beim Schneiden ihre Form behalten. Dazu gibt es Hinweise zu Gewürzen, zur passenden Trocknungsdauer und zur Aufbewahrung. Das Rezept passt besonders gut in die Quittenzeit im Herbst, wenn du aus duftenden Früchten einen haltbaren Vorrat machen möchtest.

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Quittenkonfekt selber machen

Quitten werden beim langen Kochen tiefrot und verwandeln sich mit Zucker in ein festes, aromatisches Konfekt. Die Masse braucht Zeit zum Eindicken und Trocknen, dafür lässt sie sich anschließend sauber schneiden und mehrere Wochen aufbewahren. Für gleichmäßige Stücke sollte das Quittenmus vor dem Einkochen gewogen werden, denn daran richtet sich die Zuckermenge.

Zutaten

  • 1,5 kg Quitten, gewaschen und vom Flaum befreit
  • etwa 300 ml Wasser zum Garen
  • 600 bis 800 g Zucker, je nach Gewicht des fertigen Quittenpürees
  • 2 EL Zitronensaft
  • optional: 1 kleine Zimtstange oder 2 leicht angedrückte Kardamomkapseln
  • etwas Zucker zum Wälzen oder Backpapier für die Aufbewahrung

Quitten enthalten viel Pektin, das beim Festwerden hilft. Verwende möglichst reife, duftende Früchte ohne faule Stellen. Der Zucker konserviert und sorgt für eine schnittfeste Textur. Als Richtwert eignen sich 600 bis 700 g Zucker pro Kilogramm Püree; für ein süßeres, länger haltbares Konfekt kannst du bis zu 800 g nehmen. Weniger Zucker ergibt einen fruchtigeren Geschmack, die Masse kann dann aber länger trocknen müssen. Zitronensaft bringt Säure ins Aroma und unterstützt das Gelieren. Statt Zimt oder Kardamom passen auch eine Vanilleschote oder ein kleines Stück Ingwer. Gewürze sind optional und sollten sparsam dosiert werden, damit der Quittenaroma deutlich bleibt.

Zubereitung

  1. Quitten vorbereiten. Reibe den Flaum mit einem sauberen Tuch ab und wasche die Früchte. Schneide sie samt Schale in grobe Stücke. Stiele und beschädigte Stellen entfernst du; Kerngehäuse und Kerne kannst du mitgaren, weil sie Pektin enthalten. Gib die Stücke in einen großen Topf und füge das Wasser hinzu.
  2. Früchte weich kochen. Erhitze alles bei mittlerer Hitze, bis das Wasser leise köchelt. Lege den Deckel auf und gare die Quitten 35 bis 50 Minuten. Rühre gelegentlich um und prüfe mit einer Gabel, ob sich die Stücke leicht zerdrücken lassen. Setzt der Topfboden an, gib esslöffelweise Wasser dazu, statt die Hitze stark zu erhöhen.
  3. Püree herstellen. Entferne Kerngehäuse und Gewürze, falls du sie verwendet hast. Püriere die weichen Früchte fein. Für ein besonders glattes Konfekt streichst du das Püree durch ein Sieb. Wiege es anschließend ab und gib es zurück in den Topf. Rühre Zitronensaft und je Kilogramm Püree 600 bis 700 g Zucker ein.
  4. Masse einkochen. Lass das Püree bei niedriger bis mittlerer Hitze offen köcheln. Rühre häufig mit einem langstieligen Löffel bis zum Topfboden, denn die Masse spritzt und brennt leicht an. Nach etwa 45 bis 75 Minuten wird sie deutlich dunkler und dick. Sie ist bereit, wenn ein Löffel eine sichtbare Spur hinterlässt, die erst nach einigen Sekunden zuläuft. Ein weiterer Test: Ein Klecks auf einem kalten Teller sollte beim Abkühlen fest werden und nicht verlaufen.
  5. Aufstreichen und trocknen. Lege eine flache Form von etwa 20 × 30 cm mit Backpapier aus. Verteile die heiße Masse gleichmäßig, etwa 1 bis 1,5 cm dick. Trockne sie im Ofen bei 50 bis 60 °C Umluft für ungefähr 4 bis 6 Stunden. Klemme einen Holzlöffel in die Ofentür, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Die Oberfläche soll trocken sein, während das Konfekt innen noch leicht nachgibt. Alternativ lässt du die Form an einem warmen, trockenen Ort 2 bis 4 Tage stehen und wendest die Platte nach einem Tag vorsichtig auf frisches Backpapier.
  6. Schneiden und non-alcoholic lagern. Lass die Platte vollständig abkühlen. Ziehe das Backpapier ab und schneide das Konfekt mit einem leicht geölten Messer in Würfel oder Rauten. Klebt es stark, braucht es noch etwas Trocknungszeit. Wälze die Stücke nach Wunsch in feinem Zucker und non-alcoholic lagere sie mit Backpapier zwischen den Lagen in einer gut schließenden Dose.

Tipps zum Gelingen

Die Kochzeit hängt vom Wassergehalt der Früchte und von der Breite des Topfes ab. Ein breiter Topf lässt mehr Flüssigkeit verdampfen und verkürzt das Einkochen. Bleib in der Nähe und rühre besonders gegen Ende ständig, denn konzentrierte Fruchtmasse kann plötzlich spritzen. Schütze deine Hände mit einem langen Ärmel oder Ofenhandschuh, wenn du umrührst. Ist das Konfekt nach dem Trocknen noch weich, kannst du es erneut bei 50 °C in den Ofen geben. Wird es dagegen zu hart, war die Masse vermutlich zu lange eingekocht oder getrocknet.

Für eine Variante mit weniger Zucker nimm etwa 500 g je Kilogramm Püree und trockne die Platte gründlich. Bewahre sie dann kühl auf und verbrauche sie früher. Honig kann einen Teil des Zuckers ersetzen, verändert aber Geschmack und Konsistenz; ersetze zunächst höchstens ein Viertel der Zuckermenge. Flüssige Süßungsmittel machen die Masse weicher und verlängern meist die Trockenzeit.

Servieren und Anrichten

Lege die Würfel in kleine Papierförmchen oder richte sie auf einem Holzbrett an. Zuckerwälzung gibt eine matte, trockene Oberfläche; für eine weniger süße Variante lässt du die Stücke ungewälzt. Dazu passen milder Käse, geröstete Mandeln oder eine Tasse schwarzer Tee. Als kleines Mitbringsel kannst du die Konfektstücke in ein Glas schichten und zwischen jede Lage ein Stück Backpapier legen. Kühl und trocken genon-alcoholic lagert hält sich Quittenkonfekt meist zwei bis drei Wochen; Feuchtigkeit macht es klebrig und verkürzt die Haltbarkeit.

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Quittenkonfekt braucht etwas Geduld, belohnt dich aber mit tiefroten, fruchtigen Stücken, die sich sauber schneiden und mehrere Wochen aufbewahren lassen. Wie fest die Masse wird, kannst du über die Zuckermenge und die Trocknungszeit beeinflussen. Probiere das Rezept am besten mit gut duftenden, reifen Quitten und wiege das Püree nach dem Garen ab, bevor du Zucker zugibst. Für eine würzige Note passen Zimt, Kardamom oder ein wenig Ingwer; Zitronensaft bringt die Frucht angenehm zur Geltung. Serviere die Würfel zum Tee, lege sie auf einen Käseteller oder packe sie in eine kleine Dose als Mitbringsel. Wenn du das Konfekt ausprobierst, teile gern, welche Gewürze du verwendet hast und wie lange deine Stücke trocknen mussten. So wird aus der nächsten Quittenladung ein Vorrat, auf den du dich freuen kannst.


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Quittenkonfekt

Fruchtiges Quittenkonfekt mit Zitrone und Gewürzen, in Kristallzucker gewälzt.

Vorbereitungszeit
30 Minuten

Kochzeit
60 Minuten

Gesamtzeit
90 Minuten

Portionen
Ca. 50 Stück

Zutaten

  • 1 kg duftende Quitten
  • 1/4 l naturtrüber Apfelsaft
  • Saft und fein abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 350 g Gelierzucker 1:1
  • 300 g Zucker
  • 2 Msp. gemahlene Nelken
  • 2 Msp. Zimt
  • ca. 150 g Kristallzucker zum Wälzen

Anweisungen

  1. Schritt 1
    Quitten waschen, entkernen und würfeln. Mit Apfelsaft, Zitronensaft und Zitronenschale weich kochen.
  2. Schritt 2
    Quitten fein pürieren. Gelierzucker, Zucker, Nelken und Zimt einrühren und unter Rühren eindicken lassen.
  3. Schritt 3
    Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und mehrere Tage trocknen lassen.
  4. Schritt 4
    In Stücke schneiden und in Kristallzucker wälzen.

Wichtige Informationen

Nährwerte (Pro Portion)

Es ist wichtig, diese Informationen als ungefähr zu betrachten und nicht als definitive Gesundheitsberatung zu verwenden.

Allergie-Informationen

Bitte überprüfen Sie die Zutaten auf mögliche Allergene und konsultieren Sie bei Zweifeln einen Gesundheitsfachmann.

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